die Seele (Seite 3)

 



Überall Anfänge. Noch hat die Autorin
kein Gespür für sie. Sie schmerzen.
Abschied nehmen. Doch von was ?
Etwas das zu Ende geht.
 
In der Seinsbestimmung ist es noch
matt. Ich habe ein Muster ausprobiert.
Anfänglich auch nur matt.
 
Sie klammert sich an die Form. Statt sie
sein zu lassen. Form allein hinterlässt
nicht einmal Fragen. Was willst du, was ?
 
Vor Tagen
hat sie sich
eines Besseren belehrt.
 
Wenn es darum geht, Wirklichkeit
einzufangen, dann
 
sind viele Mittel recht.
Andere wurden noch nicht
ausprobiert.
 
Doch die Intuition steht da als
eine ganz besondere Größe.
Ich frage mich, ob ich sie
nicht vernachlässigt habe.
 



die Seele (Seite 2)

 



Die Autorin ordnet ihr Gefieder.
Das sagt sie, wenn sie von sich
als Vogel spricht.
 

Sie wartet auf die angekündigte
Begegnung; nachts, da wäre Zeit.
Und Gelegenheit.
 

Doch da wartet sie, dass die Zeit
vergeht, wenn ihr nichts mehr
einfällt, womit sie sie verbringen
kann.
 


Das Training geht vorbei. Es dient
dem schmiegsamen Gefieder und
dass sie die Federn geschmeidig
anordnen kann.
 

Die Lücke entsteht zwischen eins
und zwei, wenn beides als Eines
zusammengeht.
 

Die Autorin stellt fest, dass sie
wartet... auf den Partner, eine
Idee, das Lächeln, das sonst
an dieser Stelle kommt.
 

Früher saßen die Damen nach-
mittags zusammen und tranken
ihren Cafe. Und sprachen über
Dies und Das.
 



die Seele (Seite 1)

 



es ist früher Morgen. Anfang.
etwas beginnt, anderes endet.
 
ein Gedanke wächst aus anderen heraus.
er sieht vor sich eine mögliche Richtung.
doch er zögert. zu kurz, der Blick
bricht ab.
 
Wir müssen uns absprechen. Wir?
Wer, Was, Wann …
 
Von Seele war die Rede und dass Vieles
damit angesprochen ist. Gedanken?
Will hier einer Ordnung schaffen?
Wünschenswert wäre das...
 

Die Autorin sucht einen Partner.
Allein kommt sie nicht weit.
Warum das?
 
ein einziger Gedanke braucht ein
Gegenüber, Gefühle sind auch
nicht weit. Belohnung. Streit.
 
Die Kunst lebt von den Gaben.
Seele bleibt Natur.
Das Heilen funktioniert ja auch
über die Natur.
 

Bisher sucht die Autorin vergeblich.
Vieles hat sie im Blick: Schamane
Ich, und Du, Selbst, das Glück
und Leid der Mystikerin.
 
eine Partnerschaft auf Zeit. Oder
eine tiefe Bindung. Zwei als Eines,
zwei als zwei.
 




Selbstbedingung

 


Zugang zum Selbst
bekommst Du nur

wenn Du Dir gehörst

abwesend vom Sich
siehst Du nichts

weil da nichts ist !
 


Zweifel

 


ich verstehe warum ich hier
die Luft anhielt
und einen Sprung machte

ich konnte kaum erwarten
weich zu landen

überlege immer wieder,
ob das, was ich erlebe,
das „eigentliche“ Leben ist,

ob also alle Leben
irgendwann
genau hier ankommen.
 


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Ulrike Schmid
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